Gemeinderatsitzung vom 1.4.26
Wir von Trimbach jetzt! haben die Gemeinderatssitzung vom 01. April 2026 mitverfolgt und teilen unsere wichtigsten Notizen mit dir. Unsere Beweggründe dafür findest du hier – für offizielle Informationen verweisen wir auf die Webseite der Gemeinde Trimbach.
Der Gemeinderat behandelte an dieser Sitzung gleich mehrere Verkehrsthemen rund ums Schulhaus Brüelmatt, vergab Mandate für die Gartenstrasse und wählte die neue Arbeitsgruppe Finanzen. Zudem stand eine Initiative zur Verteilung der Nationalbankgelder zur Debatte.
🚧 Brüelmattstrasse: Fahrverbot vor dem Schulhaus
Seit Längerem beschäftigt sich der Gemeinderat sprich die Gemeinde mit der Umgestaltung der Brüelmattstrasse. Nun hat die Werk- und Umweltschutzkommission (WUK) Varianten und Empfehlungen erarbeitet. Dieses Anliegen haben wir bereits im ersten Newsletter des Jahres thematisiert
Der Gemeinderat hat sich einstimmig für Variante 1 entschieden: Auf dem Strassenabschnitt zwischen der Baslerstrasse und der Kreuzung Gebrunnenstrasse soll ein Fahrverbot eingeführt werden. Das bedeutet: Vor dem Schulhaus Brüelmatt gibt es künftig keinen Durchgangsverkehr mehr. Der Zugang zum Feuerwehrlokal bleibt gewährleistet.
Das Bauamt erhält nun den Auftrag, bei der WUK einen entsprechenden Fragenkatalog zu stellen. In der Ausarbreitung soll auch die Situation an der Milchgasse thematisiert werden, die als gefährliche Stelle gilt und ebenfalls einer Lösung bedarf.
💡 Was war die Alternative? Variante 2 hätte eine Begegnungszone mit Tempo 20 vorgesehen, bei der alle Fussgänger:innen Vortritt gehabt hätten. Der Gemeinderat entschied sich jedoch für das klarere Fahrverbot.
🅿️ Parkierung Brüelmattstrasse: Gemeinde braucht ein Parkreglement
Eng verknüpft mit dem Fahrverbot ist die Frage der Parkzonen. Die WUK hält fest: Der Gemeinde Trimbach fehlt ein gemeindespezifisches Parkreglement. Ohne ein solches droht ein «Flickenteppich» mit uneinheitlichen Lösungen in verschiedenen Quartieren.
Der Gemeinderat beauftragte die WUK einstimmig, ein Grobkonzept zu erarbeiten, das als Grundlage für ein gemeindeweit gültiges Parkierungsreglement sowie für die Festlegung von Parkierzonen dienen soll. Das Grobkonzept soll innerhalb weniger Sitzungen vorliegen – danach entscheidet der Gemeinderat über das weitere Vorgehen. Ziel ist, die Grundlagen anschliessend an der Gemeindeversammlung, allenfalls einer ausserordentlichen, zur Beschlussfassung vorzulegen.
🚶 Längmattstrasse: Fussgänger-Markierung und Prüfung Begegnungszone
Auch an der Längmattstrasse soll es sicherer werden. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für Variante 3 aus: keine baulichen Massnahmen, aber eine farblich gekennzeichnete Trottoirüberfahrt mit Fussgängervortritt zwischen Schulweg und Kreuzstrasse . Das Thema wurde bereits im ersten Newsletter dieses Jahres besprochen.
Zusätzlich soll geprüft werden, ob an dieser Stelle auch eine Begegnungszone eingeführt werden kann – inklusive Abklärung der Kosten und des Vorgehens. Dies wurde ebenfalls einstimmig beschlossen. Da es sich um einen Schulweg handelt, war eine Mehrheit des Gemeinderats der Ansicht, dass die Sicherheit der Kinder nicht vernachlässigt werden darf. Das weitere vorgehen wir nun durch das Bauamt geprüft.
🚲 Kantonale Velohauptroute 204:
Die WUK hat dem Gemeinderat ihre Empfehlung zur kantonalen Velohauptroute 204 (Trimbacher Brücke Richtung Olten) erläutert. Das Wichtigste: Die Parkplätze an der Quaistrasse sollen erhalten bleiben, da eine Aufhebung den Ausweichverkehr in die Quartiere lenken würde.
Zudem sollen die Rechtsvortrittsregelungen in Trimbach so angepasst werden, dass Velofahrende auf der Hauptroute Vortritt erhalten. Der Gemeinderat entschied einstimmig, die Empfehlung der WUK – Variante 2 – so an den Kanton weiterzugeben.
🔍 Hintergrund Velohauptroute 204
Die Velohauptroute 204 ist Teil der kantonalen Velokorridorstudie im Raum Olten, einem der ersten Projekte im Kanton Solothurn, in dem Velorouten nach den neuen kantonalen Standards geplant werden. Velohauptrouten sind für mehr als 500 Velos pro Tag ausgelegt und richten sich primär an Pendler:innen. Zwischen Trimbach und Olten bestehen verhältnismässig hohe Pendler:innenzahlen, was die Route 204 zu einer der wichtigeren Alltagsverbindungen der Region macht.
💰 Neue Arbeitsgruppe Finanzen gewählt
Auf die Ausschreibung bezüglich der neuen Arbeitsgruppe Finanzen meldeten sich 10 Interessierte innerhalb der festgelegten Frist. Der Gemeinderat wählte einstimmig fünf Personen in die AG. Von Trimbach jetzt! darf Sandro Del Favero Einsitz nehmen in die Arbeitsgruppe Finanzen.
Das Pflichtenheft läuft ab dem 1. April 2026 – die AG kann also direkt loslegen.
Es freut uns erneut sehr, dass sich so viele Trimbacher:innen für ein Engagement in der Gemeinde interessieren und ihre Bereitschaft einbringen, Verantwortung zu übernehmen. Dies unterstreicht das grosse Potenzial an engagierten und qualifizierten Personen in unserem Dorf. Wir wünschen uns, dass der Gemeinderat diese Ressource so gut wie möglich nutzt.
🏦 Nationalbankgelder: Soll Trimbach zustimmen?
Eine Gemeindeinitiative verlangt, dass 50 % der Nationalbankgewinne direkt an die Gemeinden ausbezahlt werden. Für den Kanton Solothurn würde das rund 40 Millionen Franken bedeuten – für Trimbach allein etwa 480'000 Franken.
Die Diskussion zeigte unterschiedliche Haltungen: Einerseits tragen die Gemeinden bereits heute viele Kosten, die vom Kanton auf sie übertragen wurden. Andererseits wird bezweifelt, ob das «Giesskannenprinzip» – also gleiche Ausschüttungen unabhängig von der Finanzkraft einer Gemeinde – das richtige Instrument ist. Zudem ist unklar, ob der Kanton die Mehrbelastung einfach akzeptieren würde.
Der Gemeinderat entschied einstimmig, das Thema vor die Gemeindeversammlung am 15. Juni 2026 zu bringen. Die Bevölkerung soll mitentscheiden.
🔍 Hintergrund Faire Verteilung der Nationalbankgelder
Die Initiative «Faire Verteilung der Nationalbankgelder» wurde vom Verband Solothurner Einwohnergemeinden (VSEG) lanciert und an einer ausserordentlichen Generalversammlung im November 2025 mit 130 zu 2 Stimmen gutgeheissen. Alle Gemeinden im Kanton wurden seither gebeten, die Initiative an einer Gemeindeversammlung zur Abstimmung zu bringen. Damit die Initiative zustande kommt, braucht es die Unterstützung von mindestens zehn Gemeinden innerhalb von 18 Monaten. Trimbach wäre also eine von mehreren Gemeinden, die darüber befinden – die politische Debatte läuft kantonal bereits auf Hochtouren. Mehr Hintergrund dazu auch in der Solothurner Zeitung.
Weitere Beschlüsse in Kürze
- Demission im Wahlbüro: Ein Mitglied tritt aus dem Wahlbüro aus. Die Eingabefrist für Bewerbungen läuft bis zum 27. April, die Wahl findet im Mai statt.
- Sanierung Gartenstrasse: Für die Baumeisterarbeiten an der Gartenstrasse hat der Gemeinderat einstimmig die Firma Aeschlimann AG, Olten zum Angebotspreis von Fr. 403'952.30 (inkl. MwSt.) beauftragt.
Bei weiteren Traktanden handelte es sich um Informationen, die der Gemeinderat zur Kenntnis nahm, oder um Themen, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten wurden.
Es ist Zeit für ein Fest! Da, wo wir am 18. Mai 2025 unseren Einzug in den Gemeinderat bejubelten, wollen wir erneut miteinander feiern. Auf den Tag genau ein Jahr nach dem Wahlerfolg von Trimbach jetzt! kommen wir wieder im Dellenpark zusammen. Am Feuer stossen wir an. Darauf, dass wir in der Exekutive, aber auch in Kommissionen und Arbeitsgruppen die Entwicklung unserer Gemeinde mitprägen dürfen.
Alle Trimbacher:innen (und weitere Sympathisant:innen) sind eingeladen, ab 17 Uhr mit uns zu plaudern, zu diskutieren, öppis aus der Glut zu geniessen, zu Spiel & Spass. Bringt gern was zum Teilen fürs Buffet und euer Grillgut mit, für non-alkoholische Getränke ist gesorgt. Es het solangs het.
Der 18. Mai bleibt unser Jubeltag 🎉🩵🤝, sehen wir uns im Dellenpark?

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