Mitgliederversammlung & erste Gemeinderatssitzung 2026
Fast genau ein Jahr nach der Gründung von Trimbach jetzt! führten wir am 11. Februar unsere erste Mitgliederversammlung durch. 14 Stimmberechtigte nahmen teil. Innert einer Stunde handelten wir sämtliche Traktanden ab, Grund für Diskussionen gab es kaum. Der Jahresbericht, die Jahresrechnung sowie das Budget 2026 und das Jahresprogramm wurden ohne Gegenstimmen angenommen und dem Vorstand Décharge erteilt.
Trimbach jetzt! ist noch jung. Wir wollen im Dorf Trimbach Veränderungen anstossen und optimieren gleichzeitig unsere interne Organisation. An der Mitgliederversammlung passten wir unsere Statuten und unser Organigramm an und regelten die Zuständigkeiten von Vorstand und Kernteam klarer. Neu bilden Konstantin Niedermann, Matthias von Arx und Manuel Locher den Vorstand; die übrigen Gründungsmitglieder sowie motivierte Hinzugekommene engagieren sich im Kernteam. Den Mitgliederbeitrag für 2026 haben wir auf 50 Franken festgelegt – vor allem als finanzielle Rückstellung für den nächsten Wahlkampf im Jahr 2029.
Natürlich stiessen wir an unserer Mitgliederversammlung auch an – auf ein unglaubliches erstes Jahr, in dem wir als neue politische Kraft den Sprung in die Exekutive schafften und diverse Kommissionsämter besetzen.
Willst du mit uns Politik machen, die bewegt und die nah, vielfältig und transparent ist? Lies hier, wie du Teil unserer Community werden kannst, als Mitglied, Gönner:in oder mit deinen Ideen und Inputs!
Gemeinderatssitzung vom 28. Januar 2026
An der Sitzung vom 28. Januar 2026 ging es hauptsächlich um strassenbauliche Themen. Damit die Gäste nachvollziehen konnten, über welche Quartiere der Rat diskutiert, hatte Gemeindepräsident Daniel Mackuth Pläne ausgedruckt und aufgehängt.
Sanierung Brüelmattstrasse: Verkehrskonzept Parkierung & Verkehrsstudie Bereich Schulhaus bis Baslerstrasse
Gleich zwei Traktanden und Anträge betrafen die Brüelmattstrasse, zum einen bezüglich eines Parkierungskonzepts und zum anderen betreffend der Engstelle beim «Buuchihüsli» und einer allfälligen Begegnungszone. Wir fassen zusammen:
Der Kredit für die Sanierung der Brüelmattstrasse wurde im Juni 2025 von der Gemeindeversammlung zurückgewiesen (wir berichteten) mit dem Wunsch, vor der Sanierung die Park- und Verkehrssituation zu regeln. In der Folge erarbeitete das Planungsbüro planteam zwei Varianten für eine verbesserte Parkierregelung. Eine Variante beschränkt sich auf die Brüelmattstrasse und sieht fixe Parkfelder und Verbotstafeln vor. Die andere Variante zielt auf die Schaffung einer Parkzone ab, die nebst der Brüelmattstrasse angrenzende Strassen zwischen Baslerstrasse und Tunneln kollektiv regelt.

Spannend war für Gäste die Diskussion um mögliche Varianten für die Erstellung von Parkfeldern. Es wurde ausgeführt, wie in anderen Gemeinden Vertreter:innen von Bauamt, Polizei, Strassenmarkierer:innen und Anwohnende provisorisch skizzierte Parkfelder gemeinsam begutachteten und so bei der definitiven Parkierkonzeptgestaltung mitreden konnten. Trimbach jetzt! begrüsst eine Mitwirkungsmöglichkeit der betroffenen Anwohnenden.
Deutlich wurde: als Basis von Strassenumgestaltungen wäre ein verbindliches, den aktuellen Vorschriften und Gesetzen entsprechendes Parkierreglement notwendig. Ein solches sei vor einigen Jahren initiiert, dann aber vom Gemeinderat sistiert oder verworfen worden. Der Gemeinderat unternimmt einen neuen Versuch und möchte im Idealfall an der Gemeindeversammlung im Juni ein Parkierreglement zur Genehmigung vorlegen. Dies scheint gemäss Verwaltungsleitung ambitioniert, zumal zuerst detaillierte Pläne erstellt und diese sowie das Reglemente einer Vorprüfung beim Kanton bedürfen.
Zurück zur Brüelmattstrasse: Der Gemeinderat beschliesst jene Variante der Parkplatzregelung mit einer Parkzone von Baslerstrasse bis Tunneli. Mit der genauen Ausarbeitung dieser Zone wird die Werk- und Umweltkommission (WUK) beauftragt. Zusätzlich soll die WUK ein Parkierungsreglement für das ganze Dorf erstellen, bei Bedarf unter Einbezug von externen Fachleuten.

Die WUK hatte sich in den letzten Jahren schon mehrmals mit der Brüelmattstrasse beschäftigt. Dabei beriet sich die Kommission auch darüber, ob rund ums Buuchihüsli eine Begegnungszone/Tempo-20-Zone oder Trottoirs die Verkehrssicherheit fördern könnten. Im Gemeinderat kam noch die Idee auf, mit baulichen Massnahmen beim Buuchihüsli eine Sackgasse zu erstellen, oder die Zufahrt mittels partiellem Fahrverbot zu minimieren.
Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den vorliegenden Antrag zurückzustellen. Er beauftragt stattdessen die WUK, Abklärungen zu treffen, ob ein Fahrverbot mit Zubringerdienst mit oder ohne Begegnungszone möglich wäre.
Längmattstrasse Sanierung: Verkehrskonzept Bereich Kreuzstrasse bis Sonnfeldstrasse und im Sanierungsbereich
Nach der abgeschlossenen Sanierung der Längmattstrasse geht es um die Umsetzung eines Verkehrskonzepts im Bereich Kreuzstrasse bis Sonnfeldstrasse, inkl. dem Anbringen von Strassenmarkierungen, Pfosten oder ähnlichem. Es liegen umfassende Unterlagen vor mit Empfehlungen und Inputs von Anwohner:innen und Verkehrsplaner:innen. Der Gemeinderat beschliesst, das Dossier an die WUK zu übergeben. Diese soll die vorgeschlagenen Verkehrsmassnahmen prüfen und eine Empfehlung abgeben.
Erschliessung Rossberg Räckholder: Handlungsempfehlung für temporäre Schulwegsicherung
Im Rahmen der Erschliessung Rossberg/Räckholder entstehen durch den Baustellenverkehr heikle Situationen durch Lastwagen, die Material anliefern oder Wendemanöver ausführen in der Kreuzung Räckholderstrasse/Froburgstrasse.

Ehe ein Unfall passiert, wolle die Gemeinde handeln und alle Betroffenen (Erziehungsberechtigte, Kinder, Anwohnende, Baufirmen) sensibilisieren. Anwohnenden sollen Umleitungs-Fusswege aufgezeigt werden, insbesondere für Schulkinder. Sicherste Variante wäre der Gang via Haldenstrasse, Treppe, Panoramastrasse, Passerelle. Temporär eine Treppe zu bauen, die näher bei der Passerelle liegt als die bestehende in der Haldenstrasse, wird in der Diskussion verworfen, da zu teuer und zu aufwändig.

Einstimmig und ohne Enthaltung beschliesst der Gemeinderat, die Anwohnenden sofort zu informieren, den Umweg Haldenstrasse – Passerelle – Panoramaweg zu nehmen. Zudem sollen vor der Kreuzung Schilder Achtung Kinder angebracht werden. Weiter soll abgeklärt werden, ob eine Ampel zur Absicherung dieses Teilstücks möglich wäre.
⚠️ Bei einem Augenschein vor Ort am 14. Februar waren weder Hinweistafeln, noch eine Ampel auszumachen. Laut Anwohnenden ist auch kein Infoschreiben an sie gelangt, Trimbach jetzt! lässt via Gemeinderät:innen nachfragen.
Ersatzbeschaffung Kommunalfahrzeug Meili 1300 / Freigabe der Submission
Das Kommunalfahrzeug Meili 1300 – intern als Alleskönner in Trottoirbreite bezeichnet – kommt im Werkhof-Team regelmässig zum Einsatz. Es wurde mehrmals kostenintensiv repariert, nun muss es ganz ersetzt werden. Einige Zubehörteile (zB Schneidwerkzeug) sind noch brauchbar. Für die Neubeschaffung des Fahrzeugs braucht es eine öffentliche Ausschreibung mittels Einladungsverfahren, bei dem angefragte Lieferanten eine Offerte einreichen dürfen. Der Gemeindepräsident prüfte die bestehende Fahrzeuglieferanten-Liste sowie die Preisannahme (Fahrzeug 150 000 Franken, Zubehör 30 000 Franken) und legt(e) Wert auf eine sorgfältige Bedarfs- und Kostenabschätzung.
Der Gemeinderat stimmt der Submission für ein Ersatzfahrzeug einstimmig zu und ergänzt die Liste der anzufragenden Fahrzeuganbieter mit der Docar AG Safenwil.
Arbeitsgruppe Finanzen
Der Ressortverantwortliche Finanzen hat sich der Bildung der Arbeitsgruppe Finanzen angenommen. Diese hatte die FDP Trimbach an der Gemeindeversammlung mittels Motion gefordert. Die Motion müsse innert 18 Monaten abgearbeitet sein. Ziel des Gemeinderates ist, dass die AG bereits bei der Budgetlesung 2027 mitarbeiten kann. Zu bedenken ist dabei, dass eine Arbeitsgruppe rechtlich stets beschränkteren Zugriff auf vertrauliche Dokumente erhält, als eine Kommission. Ob aus der Arbeitsgruppe Finanzen einst eine Finanzkommission wird, müsste die Gemeindeversammlung entscheiden, da die Neuschaffung einer Kommission eine Änderung der Gemeindeordnung bedingt.
Ehe die offizielle Ausschreibung zur Rekrutierung von Mitglieder für die Arbeitsgruppe Finanzen erfolgen kann – mutmasslich deren fünf – muss ein Pflichtenheft definiert sein. Dessen Entwurf erstellt der zuständige Gemeinderat bis zur Gemeinderatssitzung vom 18. Februar 2026 (vgl. Traktandenliste).
Ausschreibung Mitglied Baukommission
In der Baukommission waren wir von Trimbach jetzt! bisher mit Michael Saner vertreten. Nach seinem Umzug nach Bern musste er seinen Sitz zur Verfügung stellen, Kommissionsmitglieder müssen Wohnsitz in Trimbach haben.
Das neue Baukommissionsmitglied wird vom Gemeinderat am 11. März 2026 gewählt. Stimm- und wahlberechtigte Einwohner:innen können ihre Bewerbung mit Lebenslauf bis am 2. März 2026 per Mail auf info@trimbach.ch einreichen. Über die Aufgaben der Baukommission gibt Bauverwalter Urs Hueber per Mail an urs.hueber@trimbach.ch oder telefonisch unter 062 289 23 21 Auskunft.
🩵 Danke unserem Gründungsmitglied Michael Saner fürs bisherige Engagement für Trimbach jetzt!. Schön, dass du unserer Partei als Mitglied erhalten bleibst und unser Wirken mit Inputs und kritischen Fragen direkt aus der Bundeshauptstadt bereicherst.
ℹ️ Im Folgenden halten wir unsere Notizen zu rein informativen Traktanden (ohne Beschluss) fest.
Information: Schulraumbedarf Unterstufe, Klassenzimmer ab Sommerferien 2026
Die Schüler:innenzahlen in Trimbach steigen. Mit einem Container wird im Gerbrunnen der Schulraum für die Oberstufe erweitert. Doch auch die Unterstufe braucht mehr Platz. Um ständige «Hauruck-Übrungen» (sic!) zu vermeiden, fände der Gemeinderat eine langfristige Bedarfsabklärung sinnvoll. Diese wäre ab 2027 geplant, soll nun aber vorgezogen werden. Man zieht die Reaktivierung der einstigen Arbeitsgruppe Schulraum in Betracht. Der Gemeinderat hat die Aktualisierung von deren Pflichtenheft bereits für die kommende Sitzung vom 18. Februar traktandiert, damit die AG möglichst bald mit bisherigen oder/und neu zu wählenden Mitgliedern aktiv werden kann.
Information: Betrieb Jugendtreff, Sicherheitssanierungen und Heizung Schürli
Per 1. Januar 2026 hat das Team von Jugendwerk gemäss Mandatsvertrag die Offenen Kinder- und Jugendarbeit übernommen (vgl. Artikel im Oltner Tagblatt).
Bei der Übergabe der Räume (Jugendreff Chillout, Jugendraum Schürli, Mühle 11, Gemeindehaus) und nach einer Kontrolle von Gebäudeversicherung und Bauverwaltung wurden Mängel im Chillout und Schürli festgestellt. Die Räume dürfen vorübergehend nur als Materialdepot genutzt werden. Notwendig sind u.a. Anpassungen bezüglich Brandschutz (neue Löschdecken, Feuerlöscher, Begrenzung Personenzahl in den bestehenden Nutzungsvereinbarungen), bauliche Belange wie der Ersatz der Ablufthaube im Küchenbereich oder die Regulation der Heizung sowie ein Heckenrückschnitt und eine intensive Grundreinigung. Der Werkhof hat erste Arbeiten aufgenommen, weitere Schritte leitet die Verwaltung ein.
In der Diskussion am Ratstisch wurde deutlich, dass Gemeinderat, Jugendkommission sowie Verwaltung sichere, intakte und saubere Räumlichkeiten für die Offene Kinder- und Jugendarbeit wünschen. Die sicherheitstechnischen sowie notwendigste bauliche Massnahmen sollten im Budget liegen. Optionale Renovationen werden zuerst mit dem Bedarf sowie den neuen Angeboten von Jugendwerk abgeglichen.
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